Konsortium und Ansprechpartner
Projekt-Konsortium
Das Translation & Cognition (TRA&CO) Center am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim erforscht unter der Leitung von Prof. Dr. Silvia Hansen-Schirra als eines der ersten Labore weltweit, wie das Übersetzen als komplexer Prozess im Gehirn funktioniert. Mithilfe moderner Technologien wie Eye-Tracking (Blickbewegungsmessung) und EEG (Messung der Gehirnaktivität) werden dabei kognitive Vorgänge beim Übersetzen untersucht.
Unterschieden wird dabei zwischen zwei Formen des Übersetzens: Bei interlingualen Übersetzungen, also zwischen verschiedenen Sprachen (z. B. Englisch–Deutsch), analysiert das Team, wie Übersetzer:innen während der Arbeit vorgehen. Bei intralingualen Übersetzungen, zum Beispiel in Leichte Sprache, liegt der Fokus auf der Verständlichkeit und der Frage, wie gut solche Texte von den Leser:innen erfasst werden.
Im Projekt STARK-LS setzt das TRA&CO Center seinen Schwerpunkt auf Leichte Sprache. Ziel ist es, verständliche Informationen für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Dazu schult das Team Unternehmen im Umgang mit Leichter Sprache, hilft bei der Auswahl geeigneter Texte und prüft in Studien, wie gut diese Texte tatsächlich verstanden werden. Die Ergebnisse helfen dabei, verständliche Kommunikation auf eine wissenschaftlich fundierte Basis zu stellen.
SUMM AI ist ein Softwareanbieter, der mit seiner innovativen KI-Lösung einen kostengünstigen und schnellen Weg anbietet, um Texte in Leichte und Einfache Sprache zu übersetzen. Die Software unterstützt Organisationen und Unternehmen dabei, verständlich und inklusiv zu kommunizieren und gesetzliche Anforderungen zur Barrierefreiheit umzusetzen.
Im Projekt STARK-LS ist SUMM AI hauptverantwortlich für die Auswahl relevanter Informationstexte rund um die Praktika und deren Übersetzung in Leichte Sprache. Die Projekt-Erfahrungen zum Einsatz der KI-basierten Übersetzungssoftware im Unternehmenskontext liefern wichtige Erkenntnisse zur Praxistauglichkeit in Industrieunternehmen und dazu, wie weitere Akteure zur Nutzung inklusiver Leichter Sprache motiviert werden können.
Die Kreisverwaltung Germersheim ist Ansprechpartner für viele Belange der über 130.000 Einwohner im Landkreis. Von A wie Abfallbeseitigung bis Z wie Zulassung von Kraftfahrzeugen reicht das Spektrum. Der Fachbereich „Soziale Hilfen“ der Kreisverwaltung Germersheim unterstützt, unter anderem mit Leistungen der Eingliederungshilfe, Menschen mit Behinderungen oder drohender Behinderung dabei, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Gemeinsam mit Partnern aus der Region wurde außerdem 2008 der Eingliederungshilfeverbund Südpfalz gegründet. Ziel ist es, die Unterstützungsangebote vor Ort gemeinsam weiterzuentwickeln und die Teilhabechancen für alle zu verbessern. Die Geschäftsstelle des Verbunds ist seit 2016 dauerhaft bei der Kreisverwaltung Germersheim angesiedelt.
Die Kreisverwaltung Germersheim unterstützt im Projekt vor allem die Planung, Vorbereitung und Begleitung von Praktika für Menschen mit Behinderungen. Dazu gehört sowohl die Ansprache und Beratung potenzieller Arbeitgeber als auch die Gewinnung und Betreuung interessierter Praktikantinnen und Praktikanten in enger Zusammenarbeit mit den Werkstätten für behinderte Menschen in der Region.



